80 Konzerte in vier Wochen vom 4.
Unter dem Motto "Zu Hause/Daheim“ lädt das Beethovenfest nach einer neunjährigen Pause ins neue alte Zuhause ein: in die frisch sanierte Beethovenhalle. Das wiedergeboreneWahrzeichen der Stadt ist das neue Herz des Festivals - und ein Grund mehr, eine Reise nach Bonn anzutreten, oder aber die eigenen vier Wände in der Nähe zu verlassen.
Musik, und gerade die von Beethoven, sei nie Selbstzweck gewesen, so der Musiker und Kurator Steven Walter, der zum fünften Mal das Festival in eigener Regie durchführt und seine Vision Jahr für Jahr vertieft: "Der Ursprung der Musik ist der Wunsch der Menschen, etwas gemeinsam zu erleben, sich emotional zu synchronisieren.“ Heutzutage, in den Zeiten einer "regelrechten Einsamkeits-Pandemie“, sind Musik und Konzerterlebnis als "sozialer Kit“ wichtiger und heilsamer denn je.
Natürlich bleibt die Auseinandersetzung mit Beethovens Musik ein zentrales Element des nach dem großen Sohn der Stadt Bonn benannten Festivals.
"Beethoven ist für mich eine Art ‚Mentalcoach‘, ein Guru“, so Caeyers.
Für den Ausnahmepianisten Armstrong sind es darüber hinaus zwei Dinge, die Beethoven besonders sympathisch machen: "Das ist seine Zuversicht dem menschlichen Geist gegenüber und sein ungebrochener Glaube an Schönheit.“
Ein besonderer Akzent des diesjährigen Programms ist der Georgien-Schwerpunkt. Die Starviolinistin Lisa Batiashvili spielt als Künstlerin in der Residenz des Beethovenfestes nicht nur selbst drei Konzerte, sondern unterstützt auch junge Künstler ihres Landes, die ebenfalls zum Festival kommen - wie der Violinist Giorgi Mardaleishvili oder der Pianist Sandro Nebieridze.
Auch das Campus-Projekt, ein Jugendprojekt des Festivals, widmet sich dieses Mal der Kaukasusrepublik, wo gerade die junge Generation entschlossen für Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung eintritt. Die DW begleitet das Campus-Projekt journalistisch und berichtet über Kunst- und Kulturschaffende inGeorgien, die in der jüngsten Zeit immer mehr ausländische Repressionen befürchten müssen.Dem Thema wird auch ein Hintergrundgespräch vor dem Campus-Konzert am 23. September gewidmet sein.
Über denYouTube-Kanal DW Klassische Musik macht die DW auch ausgesuchte Konzerte des Beethovenfestes weltweit erlebbar und trägt kulturelle Highlights aus Bonn zu einem internationalen Publikum.