Zehntausende Menschen haben in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gegen die Streichung öffentlicher Gelder für staatliche Universitäten protestiert.
Stein des Anstoßes ist ein Veto, das Staatschef Javier Milei gegen ein Gesetz zur Finanzierung von Universitäten einlegte, welches 2025 im Parlament verabschiedet worden war. Mileis Regierung stoppte die Vorlage unter Verweis auf die eigene Sparpolitik und reichte Klage beim Obersten Gerichtshof ein.
Die Universität von Buenos Aires schrieb, es sei dringend notwendig, dass die Regierung die vom Parlament zugesagten Mittel auszahle. In einer Mitteilung heißt es, die fehlende Finanzierung schränke Bildung und Forschung, aber auch die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung stark ein.
Dagegen erklärte die Regierung, die Probleme seien hausgemacht.
Argentinien ist hochverschuldet. Der Präsident, der sich selbst als "Anarcho-Kapitalisten" bezeichnet, nahm massive Einschnitte bei Regierungsbehörden und im Staatsapparat vor, und er strich Subventionen. Damit sorgte er für den ersten Haushaltsüberschuss seit 14 Jahren; die Inflation ging deutlich zurück. Kehrseite des Sparkurses sind wegfallende Arbeitsplätze.
jj/pgr (dpa, apf, epd)