"
Ziel ihrer Angriffe war Frankreichs Fußballstar Kylian Mbappé.
Auslöser des Streits war das emotional geführte Achtelfinale der Fußball-WM zwischen Frankreich und Paraguay in Philadelphia.
Mbappé war während der Partie wiederholt hart attackiert worden und sorgte nach dem Schlusspfiff mit provokanten Gesten in Richtung der paraguayischen Spieler für zusätzliche Diskussionen. Besonders sein verweigerter Handschlag für Torhüter Orlando Gill sorgte für Gesprächsstoff.
Kurz darauf veröffentlichte Amarilla de Boccia mehrere Beiträge in sozialen Netzwerken. Unter anderem schrieb sie über Mbappé, er sei ein "kolonisierter Kameruner, der sich als Franzose ausgibt, verbittert, neureich, arrogant und hässlich".
In einem weiteren Beitrag bezeichnete sie den Stürmer als "Trottel", der nicht einmal schreiben gelernt habe. "
Der Star von Real Madrid reagierte öffentlich und ungewöhnlich scharf auf die Angriffe der Politikerin: "Madame Celeste Amarilla, sie sind eine verachtenswerte Frau und ihrer Funktion nicht würdig. Sie vertreten nicht Paraguay, dieses Land, das während des gesamten Wettbewerbs Leidenschaft und Ehre verströmt hat", schrieb Superstar Mbappé auf X.
Die Reaktion des französischen Nationalspielers fand in seiner Heimat breite Zustimmung. Viele Politiker, Sportfunktionäre und Fans stellten sich öffentlich hinter den Weltmeister von 2018.
"
Auch Verbandspräsident Philippe Diallo stellte sich demonstrativ vor seinen Kapitän.
Unterstützung kam außerdem aus dem Élysée-Palast.
Nach Angaben des Präsidialamts habe sogar Paraguays Präsident Santiago Peña die Äußerungen der Senatorin verurteilt. Auch das paraguayische Außenministerium distanzierte sich demnach von den Aussagen.
Die Affäre beschäftigte schließlich auch den Weltfußball. FIFA-Präsident Gianni Infantino reagierte mit einer Botschaft der Solidarität.
Die "Gesellschaft und der Fußball stehen solidarisch an der Seite des französischen Kapitäns", schrieb der FIFA-Chef bei Instagram. Zugleich betonte er: "Wir müssen Rassismus gemeinsam bekämpfen und besiegen."
Unter dem wachsenden internationalen Druck meldete sich Amarilla de Boccia später noch einmal zu Wort. In einem offenen Brief erklärte sie, ihr Konflikt richte sich gegen Mbappé persönlich und nicht gegen Frankreich.
Zudem zeigte sie teilweise Reue. "Schon nach kurzer Zeit bereute ich es, dich mit denselben Beleidigungen beschimpft zu haben, die ich selbst zu hören bekomme", schrieb die Senatorin und verwies darauf, dass sie als Latina ebenfalls rassistischen Beleidigungen ausgesetzt sei.