Auf Satellitenbildern ist ein riesiger Ölteppich in der Straße von Hormus zu erkennen, der rasch größer wird. Die Verschmutzung könnte von einem Tanker stammen, den die USA kürzlich angegriffen haben.
Die Deutsche Presse-Agentur zitiert die Umweltschutzorganisation Greenpeace.
"Die auf Satellitenbildern sichtbare betroffene Meeresfläche betrug am 9. September etwa 200 Quadratkilometer. Am 10. September waren bereits rund 400 Quadratkilometer betroffen", teilten die Umweltschützer mit.
Demnach könnte das Öl von dem Rohöltanker "Riesco" stammen, der zuletzt nahe dem Ausgangspunkt der Verschmutzung geortet wurde. Seitdem sei kein Signal mehr von dem Schiff empfangen worden.
Ein am Mittwoch aufgenommenes Bild des europäischen Copernicus-Programms zeigt bräunliche Streifen auf der Wasseroberfläche an der östlichen Einfahrt zur Meerenge, etwa 20 Kilometer vor der Küste Irans.
Mehrere Forscher und Experten sagten der Nachrichtenagentur AFP, es handele sich höchstwahrscheinlich um Ölteppiche in einem Gebiet in der Nähe von Korallenriffen, die im Rahmen der Ramsar-Konvention als Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung gelistet sind.
Satellitenbilder alleine reichen allerdings nicht, um sicher festzustellen, ob Kohlenwasserstoffe auf dem Wasser treiben. Zudem könnte es sich dabei sowohl um schnell verdunstende Treibstoffreste handeln oder eben auch um einen sehr viel gefährlicheren Rohölfilm.
Nach Einschätzung von Greenpeace hat der Austritt wahrscheinlich am Dienstagabend oder in der folgenden Nacht begonnen. Zu dem Zeitpunkt seien auch entsprechende Wärmesignaturen erfasst worden.
Im August hatte es Berichte über Öl an der zum Iran gehörenden Insel Gheschm gegeben. Dort sind Nistplätze von Meeresschildkröten und wichtige Fischgründe bedroht.
AR/wa (dpa, afp)
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