Das Triple des Scheiterns ist perfekt: Der viermalige Weltmeister Italien hat sich erneut nicht für die Fußball-WM qualifiziert und muss im Sommer zuschauen, wenn es in den USA, Kanada und Mexiko um die Weltmeisterschaft geht. Das Team von Trainer Gennaro Gattuso verlor sein Finalspiel der WM-Playoffs mit 1:4 (1:1, 1:1, 1:0) nach Elfmeterschießen in Bosnien-Herzegowina.
Dabei war Italien durch Stürmer Moise Kean früh in Führung gegangen (15. Minute), spielte aber nach einer Roten Karte gegen Alessandro Bastoni (41. Minute) lange in Unterzahl. Die Italiener beschränkten sich nach ihrem Tor nur noch aufs Verteidigen und zogen sich nach dem Platzverweis noch mehr in die Defensive zurück.
Neben Bosnien-Herzegowina sicherten sich auch die Türkei, Tschechien und Schweden das WM-Ticket. Die Türken gewannen mit 1:0 bei Außenseiter Kosovo.
In den interkontinentalen Playoffs, die in Mexiko stattfanden, konnte sich der Irak durchsetzen und ist nach 1986 zum zweiten Mal bei einer WM dabei.
"Angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten war es für die Spieler besonders schwer", sagte Iraks Nationaltrainer Graham Arnold, der ursprünglich versucht hatte, das Spiel wegen der durch den Konflikt verursachten Unruhen zu verschieben.
Und auch die Demokratische Republik Kongo hat sich erstmals seit dem Turnier 1974 in Deutschland wieder für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Mit einem 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung in den Playoffs gegen Jamaika sicherte sich die Mannschaft aus Afrika das Ticket für die WM. 1974 hieß das Land noch Zaire und schied mit 0:6 Punkten und 0:14 Toren nach der Vorrunde aus.
asz/mb (SID, dpa)